2022 war eines der trockensten Jahre in der Region in der ich lebe. In der Bremer Schweiz, einer hügeligen Geestlandschaft nördlich von Bremen hat es im August fast überhaupt nicht geregnet. Die zum Teil schweren Gewitter in Norddeutschland sind nördlich und südlich vorbeigezogen. 14 – 17 mm (je nach Quelle) Niederschlag wurden berechnet, im langjährigen Mittel sind es knapp 80 mm. Auch der Juli war schon zu trocken, mit nur etwa der Hälfte des üblichen Niederschlags. Die Trockenheit ist sehr ungewöhnlich, normal sind hier verregnete Sommer, in denen man die schönen Tage an zwei Händen abzählen kann. Die Folgen des Klimawandels sind hier inzwischen nicht mehr graue Theorie sondern für jeden unübersehbar. Ich möchte hier aber keine Debatte zum Klimawandel anstoßen, vielmehr möchte ich zeigen, was mit der Landschaft vor der eigenen Haustür passiert, eine Landschaft, wie ich seit mehreren Jahrzehnten kenne und die sich verändert hat.
Die Trockenheit hat in diesem Jahr deutliche Spuren in der Natur hinterlassen. Die Gräben zwischen den landwirtschaftlich genutzten Feldern sind vollständig ausgetrocknet und die Maisfelder sind verdorrt. Junge Bäume sind vertrocknet und man sieht den Pflanzen den Stress an, den die Trockenheit verursacht. Der Stress schwächt die Pflanzen und macht sie gleichzeitig auch anfälliger für Schädlinge.
Ich habe versucht diese extreme Dürre mit einigen Fotos zu dokumentieren. Um den dokumentarischen Charakter zu unterstreichen sind die Fotos unbearbeitet, bis auf den Zuschnitt, die Belichtung und ein paar entfernte Sensorflecken. Alle Fotos wurden am 3. September in der Bremer Schweiz aufgenommen.





